Mythos Aspirin

Dokumentation über die gefährlichen Nebenwirkungen des Medikaments

Ein Mann liegt leichenblass im Krankenhaus - Grund: Magenblutungen. Mögliche Ursache: Das beliebte Kopfschmerzmittel Aspirin. Einige Ärzte fordern, Aspirin als Schmerzmittel vom Markt zu nehmen.

So startet die Dokumentation „Mythos Aspirin“ die am 20.01.2013 um 12:00 Uhr im Rahmen der Reihe „45 Min“ im NDR Fernsehen lief. Die Dokumentation kann hier auch in der ARD Mediathek angeschaut werden. Da ich nicht weiß, wie lange die Dokumentation zugänglich bleiben wird, möchte ich nachfolgend ihre Erkenntnisse kurz zusammenfassen.

Professor Dr. Friedrich Hagenmüller dokumentiert darin, dass sich Fälle, bei dem Aspirin oder ein anderes Schmerzmittel wahrscheinlich mit Schuld an dem Krankenhausaufenthalt ist, sich immer mehr häufen würden. Tatsächlich wäre das schon fast alltäglich. Grund dafür soll sein, dass Aspirin nicht nur schmerzlindernd wirkt, sondern kann auch Geschwüre im Magen oder Darm auslösen. Dies kann zu lebensbedrohliche Situationen führen. Diese Wahrscheinlichkeit wird weiter erhöht, wenn neben Aspirin auch Alkohol konsumiert wird.

Der Grund sieht Hagenmüller darin, dass viele seiner Patienten im Aspirin eine Art Allheilmittel sehen und dabei völlig die Nebenwirkungen ausblenden. Darüber hinaus würden einige Patienten Aspirin nicht einmal als Medikament ansehen sondern einen hilfreichen (lifestyle) Lebensverlängerer in allen Lebenslagen.

Aspirin gilt als das erfolgreichste Medikament weltweit. Seit über 100 Jahren ist es der Erfolgsschlager in den Apotheken. So sollen von dem rezeptfreien Schmerzmittel rund 40 Millionen Packungen im Jahr in Deutschland verkauft werden. Grund sehen darin die Dokumentationsmacher in der Werbung, die das Schmerzmittel als eine Vitamintablette verharmlose.

Natürlich kommen in der Dokumentation auch Verantwortliche des Unternehmens Bayer in Leverkusen zu Wort, die das Mittel herstellen und vertreiben. Diese verweisen auf Studien und gehen davon aus, dass Aspirin ein sicheres Medikament sei. Ganz demonstrativ wirft sich dabei der Interviewte Uwe Gessner von Bayer eine Aspirin ein.

Letztendlich kommt Hagenmüller zum Schluss, dass man Aspirin als Schmerzmittel nicht bräuchte, da es inzwischen bessere Mittel geben würde. Zwar gibt es Anwendungsbereiche bei denen sehr wohl zu Aspirin gegriffen werden sollte, aber diese liegen nicht bei Schmerzen vor. Die Nebenwirkung, dass Aspirin Blut verdünnt, wird sich nämlich zu Nutze gemacht, sodass Aspirin inzwischen zu der Grundausstattung jedes Notarztes gehört. Dementsprechend wird es beim Verdacht auf Herzinfarkt in flüssiger Form gespritzt.

Neue Forschungen ergaben darüber hinaus, dass Aspirin auch das Auftreten von Darmkrebs verhindern sollten. Dennoch müsse man noch aktuell noch eine Abwägung mit den Nebenwirkungen vornehmen. Sodass die vorbeugende Einnahme von Aspirin erst im Risikoalter empfohlen wird.

Gegen Ende der Dokumentation kamen noch einmal ein paar Experten zu Wort, die sich dafür aussprachen, dass Aspirin nur noch gegen Rezept erhältlich sein sollte, um die Konsumenten auch stärker auf die Nebenwirkungen hinzuweisen.

Diese Kopfschmerz-News wurde am 01.02.2014 veröffentlicht.

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