Migräne

"Migräne sind Kopfschmerzen, auch wenn man keine hat."

Die Migräne wurde lange nur belächelt und damit abgetan, dass es nur eingebildete Kopfschmerzen wären. Eine Ausrede wäre sie, weil man nicht arbeiten, einkaufen oder Sex haben wolle. Schon Erich Kästner schrieb in seinem Buch: "Pünktchen und Anton":

Nach dem Mittagessen kriegte Frau Direktor Pogge ihre Migräne. Migräne sind Kopfschmerzen, auch wenn man keine hat.

Inzwischen ist die Migräne immer besser erforscht und die Wissenschaft kann sie nun deutlich besser verstehen. So soll sie bei etwa 10 % der Bevölkerung auftreten. Betroffen sind dabei Frauen etwa dreimal häufiger als Männern. Darüber hinaus hat sie ein vielgestaltiges Krankheitsbild.

Zur Entstehung einer Migräne gibt es unterschiedliche Hypothesen. Dazu zählen folgende:

  • Vaskuläre Hypothese
  • Übererregbarkeitshypothese
  • Hypothese der neurogenen Entzündung
  • Genetische Ursachen
Im Mittelpunkt der vaskuläre Hypothese steht die Erweiterung der Blutgefäße des Kopfes. Bei der Übererregbarkeitshypothese haben Ärzte hingegen eine erhöhte Erregbarkeit der Hirnrinde des Hinterhauptslappens (occipitaler Cortex) erkannt, die zur Postulierung einer weiteren Hypothese (Übererregbarkeitshypothese) führt. Die Hypothese der neurogenen Entzündung beruht auf der während eines Migräneanfalls nachgewiesenen Freisetzung von entzündungsvermittelnden Botenstoffen und bei der genetischen Ursache soll die Migräne auf vererbte Gene zurückzuführen sein.

Da Migräne individuell ausgeprägt ist, ist eine Diagnose nicht einfach. Wie auch bei anderen Kopfschmerzarten ist der Arzt deshalb auf die Angaben des Patienten angewiesen. Nur der Patient weiß, wann, wo und mit welcher Intensität er den Schmerz erlebt hat. Auch hier empfiehlt sich da Führen eines Kopfschmerztagebuchs.

Aktuell ist Migräne durch medizinische Maßnahmen nicht heilbar. Allerdings kann man der Migräne mit bestimmten Maßnahmen vorbeugen bzw. ihre Intensität abmildern. Da eine Migräne nicht immer eine Migräne ist, sprich sich je nach Patient unterscheidet, ist auch die Therapie von Betroffenen zu Betroffenen unterschiedlich. So können regelmäßiger Sport und bestimmte Entspannungstechniken schon viel bezwecken. Oft muss man den eigenen Lebensstil ändern, um Herr über die Migräne zu werden. Über medikamentösen Therapien sind Ärzte geteilter Meinung. Dennoch kommt man bei der Akuttherapie oder Prophylaxe nicht immer um sie rum. Für die eigene Migräne-Behandlung sollte man auf jeden Fall seinen Arzt aufsuchen!

Der Artikel wurde am 31. Mai 2010 erstellt. Kopieren verboten! Bitte beachten Sie, dass aufgeführte Informationen keinen Gang zum Arzt ersetzen!
Quellen:
  • de.wikipedia.org
  • Odysso - Sendung vom 27.05.2010

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