Kopfschmerzen Wetter

Ein trüber Montagmorgen. Graue düstere Wolken verhängen den Himmel und lassen der Sonne keine Möglichkeit zum Durchscheinen. Schwere dicke Tropfen prasseln auf den Asphalt. Wer bekommt bei diesen Aussichten kein Kopfweh?

Zugegeben, dass alleine die Aussicht auf schlechtes Wetter für Kopfschmerzen sorgt ist etwas weit hergeholt. Studien (z.B. am Beth Israel Deaconess Medical Center) beweisen aber inzwischen, dass es durchaus einen Zusammenhang zwischen dem Wetter und den Schmerzen im Kopf gibt. Forscher errechneten, dass eine Zunahme um fünf Grad Celsius das Risiko Kopfschmerzen zu bekommen sich um 7,5 Prozent erhöht. Dabei ist diese „Wetterfühligkeit“ nicht etwa ein rein psychisches Problem, sondern die Folge bestimmter physiologischer Reaktionen im Körper.

Ursachen

Wetter Urache für Kopfschmerzen

Die genauen Ursachen, warum das Wetter, bzw. besser gesagt Wetterumschwünge, zu Kopfschmerzen führen können ist noch nicht ausreichend erforscht. Dementsprechend ist auch die genaue Ursache noch nicht bekannt. Aktuell gehen Experten davon aus, dass ein Zusammenspiel verschiedener Einflüssen aus:

  • Temperatur,
  • Luftfeuchtigkeit,
  • Druckschwankungen,
  • UV-Strahlungen
und andere Umwelteinflüsse die wahrscheinlichen Faktoren sind.

Prinzipiell ist es aber so, dass sich der Körper bei einem Wetterumschwung auf die neue Situation umstellen muss. So versucht der menschliche Körper seine Kerntemperatur auf etwa 37 Grad konstant zu halten. Dafür muss die Wärmeabgabe reguliert werden. Reagiert der Körper nun aber auf die veränderte Umgebungstemperatur, dann kann das zu einem steigenden oder fallenden Blutdruck führen. Ein gesunder Mensch merkt davon normalerweise nichts, bei einem geschwächten Organismus (z.B. durch eine Krankheit) kann in solch einem Fall die bekannte „Wetterfühligkeit“ zu Tage treten.

Was hilft?

Da man das Wetter nicht beeinflussen kann, kann man lediglich am eigenen Körper ansetzen. Umso schwächer der Körper, umso mehr kann er auch auf „Wetterfühligkeit“ ansprechen. Es gelten also die Maßnahmen einer gesunden Lebensweise zu befolgen. Dazu gehört ausreichend zu trinken, zu schlafen und seinen Körper fit zu halten.

Generell hilft gegen Wetterfühligkeit alles, was das Immunsystem stärkt. Darunter zählen sich Wechselduschen und Kneipp-Gänge, mit abwechselnd warmen und kaltem Wasser. Aber auch der Spaziergang bei gutem, wie auch bei schlechtem Wetter kann den Körper an seine Umgebung gewöhnen.

Tritt der Kopfschmerz bei einem Wetterumschwung dann doch plötzlich ein, dann helfen auch hier die allgemeinen Tipps gegen Kopfschmerzen. Entspannungsübungen oder auch Massage können die Schmerzen lindern.

Biowetter

Kopfschmerzen sind übrigens nur ein Symptom der „Wetterfühligkeit“. Inzwischen widmet sich mit der Biometeorologie (auch Medizinmeteorologie, die Bioklimatologie und Meteoro-Biologie genannt) ein komplettes Teilgebiet der Meteorologie mit den direkten und indirekten Zusammenhängen zwischen der Atmosphäre und dem Weltraum und biologischen Systemen wie dem Menschen und auch ganzen Ökosystemen. Schon der berühmte griechische Arzt Hippokrates von Kos widmete sich der Wetterfühligkeit und auch Goethe soll sich mit diesem Phänomen beschäftigt haben: „Gerade die feinsten Köpfe leiden am meisten unter den schädlichen Wirkungen der Luft“1

So findet man auf heutige Wetterseiten im Internet häufig auch das sogenannte Biowetter. Dort kann man für den jeweiligen Tag abfragen, wie hoch das Gefährdungspotential, für beispielsweise wetterbedingte Kopfschmerzen, ist.

Quellen und Nachweise

1: Biowetter: wie das Wetter unsere Gesundheit beeinflusst von Angela Schuh

Der Artikel wurde am 02. August 2011 erstellt und zuletzt am 17.04.2014 geändert. Kopieren verboten! Bitte beachten Sie, dass die aufgeführte Informationen keinen Gang zum Arzt ersetzen!

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