Kopfschmerzen in der Stirn / Stirnkopfschmerzen

Auch die Stirn, der Mittelpunkt unseres Kopfes, kann zur Zielscheibe der Kopfschmerzen werden. Ist dies der Fall spricht man oft auch vereinfacht von Stirnkopfschmerzen oder gar sehr verallgemeinert von Gesichtskopfschmerzen.

Ursachen von Stirnkopfschmerzen

Die Ursachen für das Kopfweh an der Stirn sind sehr vielfältig. So macht sich der Spannungskopfschmerz beispielsweise unter anderem zunächst im Stirnbereich bemerkbar. Sollte es sich allerdings wirklich um einen Spannungskopfschmerz handeln, dann ist dieser nicht nur lediglich auf die Stirn beschränkt, sondern breitet sich auf den ganzen Kopfbereich aus. Darüber hinaus werden die Schmerzen als nicht so stark empfunden.

Kind hat Kopfschmerzen in der Stirn

Teilweise können die Kopfschmerzen sich aber auch wirklich nur auf den Stirnbereich konzentrieren, dann ist ein Spannungskopfschmerz eher unwahrscheinlich. Ursache kann dann beispielsweise eine Stirnhöhlenvereiterung infolge einer Erkältung sein. Ohnehin kann auch eine Grippe diese Kopfschmerzen verursachen. Aktuelle Erkrankungen sollten deshalb auf keinen Fall ausgeschlossen werden. In den meisten Fällen sind die Kopfschmerzen nämlich lediglich weitere Begleiterscheinungen. Auch Augen bzw. deren Überanstrengung bzw. Sehfehler äußern sich in Kopfschmerzen in der Stirn. Vollständigkeitshalber seien auch noch Zähne bzw. Zahnbeschwerden als Ursache genannt.

Auch wenn eher unüblich, kann eine Migräne vorliegen. In diesem Fall würden dann aber auch typische Migräne-Symptome vorliegen, wie:

  • Übelkeit
  • Licht-, Lärm- und/oder Geruchsempfindlichkeit
  • hohe Schmerzintensität
  • pulsierende/pochende Schmerzen
  • Schmerzzunahme durch Bewegung
  • neurologische Ausfälle
  • auftreten einer Migräne-Aura

Wahrscheinlicher als die Migräne ist der Clusterkopfschmerz. Dieser tritt nämlich neben Augen- und Schläfenbereich vor allem im Stirnbereich auf. Clusterkopfschmerzen sollten durch ihre sehr hohe Schmerzintensität (man wünscht sich teilweise Tod zu sein – deshalb auch Suizid-Kopfschmerzen) gut diagnostizierbar sein.

Wie man sieht, kommt eine Reihe an unterschiedlichen Ursachen für Kopfschmerzen im Stirnbereich in Frage. Um den Auslöser für die Schmerzen in der Stirn besser herausfinden zu können, sollte deshalb ein Schmerztagebuch/Schmerzkalender geführt werden. Daraus können sich entsprechende Muster ergeben, die für die eine oder andere Ursache sprechen könnten.

Maßnahmen gegen Kopfschmerzen in der Stirn

Da unter anderem Verspannungen, z.B. durch zu langes und intensives Arbeiten vor einem Bildschirm, zu Kopfschmerzen im Stirnbereich führen können, ist eine geeignete Maßnahme gegen diese Verspannungen anzugehen oder sie erst gar nicht aufkommen zu lassen. Nachfolgend findet man deshalb ein Video, das Stirn-Entspannungs-Übung zeigt:

Ebenfalls hilfreich können alternative Behandlungsmethoden sein. Darunter fällt beispielsweise die Akupunktur, die allerdings von einem Spezialisten ausgeführt werden sollte. Vor der Behandlung muss dabei explizit beschrieben werden, wo die Kopfschmerzen genau lokalisiert sind.

Wer zu homöopathischen Mittel greifen möchte, dem könnten folgende Mittel helfen1:

  • Iris versicolor: Schmerz ist dumpf pochend oder stechend in der rechten Stirnseite, mit Übelkeit, mit Trübsehen vor oder während der Schmerzen
  • Lachesis Muta: schneidende Schmerzen mit Druck auf dem Scheitel
  • Ruta graveolens: Druck in der Stirn
  • Sanguinaria Canadensis: Schmerz zieht vom Hinterkopf zur Stirn

Quellen und Verweise

1: Buch Homöopathie? Na klar!: Homöopathische Selbstbehandlung bei akuten Erkrankungen von Bernd Wohlgemuth (ISBN-13: 978-3732232338)
Der Artikel wurde am 20. April 2011 erstellt und am 30.03.2014 das letzte Mal aktualisiert. Kopieren verboten! Bitte beachten Sie, dass die aufgeführte Informationen keinen Gang zum Arzt ersetzen!

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