Kopfschmerzen Rechts

Kopfschmerzen treten nicht immer gleichzeitig im gesamten Kopfbereich auf. Auch der einseitige Kopfschmerz ist bekannt. So klagen einige der Betroffene über einen Kopfschmerz der auf der rechten Kopfhälfte zu verorten ist. Teilweise wird der Schmerz aber auch nur an der rechten Schläfe, der rechten Seite am Auge oder an der rechten Nacken-Seite lokalisiert. Doch was steckt hinter diesen einseitigen Kopfschmerzen?

Migräne oder doch andere Ursachen?

Generell deuten einseitige Kopfschmerzen auf eine Migräne hin. Sollten die Kopfschmerzen also wirklich nur auf der rechten Seite vorliegen, kann eine Migräne in Betracht kommen. In diesem Fall müssten die rechtsseitigen Kopfschmerzen pulsierend und pochend sein. Liegt wirklich eine Migräne vor, dann sollten auch die üblichen Migräne-Symptome zu beobachten sein, wie Übelkeit, Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit, starke Schmerzintensität, Schmerzzunahme durch Bewegung oder auch vorübergehende neurologische Ausfälle.

Kopfschmerzen einseitig auf der rechten Seite

Manchmal können diese einseitigen rechte Kopfschmerzen aber auch ganz andere Gründe als eine Migräne haben. Insbesondere wenn die oberen Migräne-Merkmale allesamt nicht zu beobachten sind, sollte man auch andere Ursache betrachten. So können Zahn- oder Augenprobleme ebenfalls zu einseitigen Kopfschmerzen führen. Auch eine Entzündung der Nasennebenhöhlen kann zu rechtsseitiges Kopfweh führen. Im Zweifelsfall empfiehlt sich neben dem normalen Arzt, der bei starken Kopfschmerzen an der rechten Seite/Schläfe auf jeden Fall aufgesucht werden sollte, auch ein Besuch beim Zahn- und/oder Hals- Nasen- Ohrenarzt.

Hirntumor: Nicht immer gleich vom Schlimmsten ausgehen

Bei Kopfschmerzen allgemein, aber insbesondere bei Kopfschmerzen auf der rechten Seite neigen Betroffene schnell das Schlimmste anzunehmen: einen Hirntumor. Zugegeben, die Möglichkeit eines Hirntumors besteht auf jeden Fall, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit dafür meist sehr gering (in Deutschland erkranken jährlich ca. 8000 Menschen neu1). Hirntumore haben ähnliche, teilweise gleiche Symptome wie die Migräne (u.a. Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Lähmungen, Sehstörungen …). Sollte ein Hirntumor schon einmal innerhalb der Familie aufgetreten sein, spricht dies nach momentanen Forschungsstand nicht automatisch auf eine deutlich erhöhtes Risiko hin, selbst an einen Hirntumor zu erkranken. Generell nehmen tumorbedingte Kopfschmerzen mit der Zeit (oft nur wenige Wochen) zu und sind dann permanent vorhanden. Hinzu kommen neurologische oder kognitive Defizite. Sollte wirklich ein begründeter Verdacht auf einen Hirntumor bestehen, sollte man sich an einen Arzt/Neurologen wenden, der mit einem MRT/CT für Gewissheit sorgen kann. Generell sollte man sich aber so früh wie möglich an einen Arzt wenden, da eine rechtzeitige Diagnose zu den größten Erfolgsaussichten führt.

Homöopathische Mittel (Globuli) bei rechtsseitige Kopfschmerzen

Der deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte empfiehlt folgende Mittel bei rechtsseitige Kopfschmerzen2

  • Belladonna: Bei Schmerz die als sehr heftig, klopfend oder hämmernd, nach auswärts drückend oder berstend empfunden werden. Der Schmerz beginnt oft im rechten Hinterkopf und strahlt zur rechten Stirn bzw. zum rechten Auge aus
  • Lycopodium: Bei Schmerz in der rechten Stirn bzw. über dem rechten Auge.
  • Natrium muriaticum: Bei rechtsseitige Schmerz der als hämmernd oder auch berstend beschrieben wird und meist morgens beginnt, bis Mittag steigt und gegen Abend wieder abklingt.

Quellen und Verweise

Der Artikel wurde am 20. April 2011 erstellt und zuletzt am 16.03.2014 geändert. Kopieren verboten! Bitte beachten Sie, dass die aufgeführte Informationen keinen Gang zum Arzt ersetzen!

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