Kopfschmerzen und Alkohol - Ursache und Mittel dagegen

Immer wieder Freitags und Samstags das gleiche Phänomen. Selbst wenn man sich mal wieder vorgenommen hat, nicht so viel zu trinken, fließt der Alkohol dennoch in Strömen. Bier folgt auf Bier und Cocktail auf Cocktail. Zwischendurch darf natürlich auch der ein oder andere Schnaps nicht fehlen. Am nächsten Morgen dann der ebenfalls bekannte und gefürchtete jämmerliche Zustand: Hämmernde und stechende Kopfschmerzen und Übelkeit. Doch wie stehen Kopfschmerzen und der konsumierte Alkohol im Zusammenhang? Welche Ursachen und welche Mittel gibt es dagegen? Mehr dazu, verrät dieser Beitrag. Verzerrtes Bild durch Alkohol und Kopfschmerzen

Kopfschmerzen durch Alkohol sind die häufigsten Kopfschmerzen durch eigenes verschulden. Im Volksmund wird der Zustand, der sich unter anderem in Kopfschmerzen äußert, nach einer durchzechten Nacht auch als Kater oder Katzenjammer bezeichnet.

Ursachen

Die Ursachen für die leidliche Verbindung zwischen viel Alkohol und den anschließenden Schmerzen im Kopf sind inzwischen hinlänglich bekannt. „Alkohol Kopfschmerzen“ entstehen durch Dehydration des Körpers mit dem daraus resultierenden Dysequilibrium (schneller Entzug von Stoffen aus dem Blut). Auch giftige Abbauprodukte der Fuselalkohole führen zu bekannten Kopfschmerzen.

Sehr begünstigen wirken auch stark zuckerhaltige Getränke, da bei diesen der Alkohol schneller ins Blut und damit auch ins Hirn gelangt.

"Bier auf Wein, das laß sein -
Wein auf Bier, das rat' ich dir."

Die Reihenfolge von unterschiedlichen alkoholischen Getränken an einem Abend hat keinen Einfluss auf die Kopfschmerzen danach. Sehr wohl begünstigt das Durcheinandertrinken aber dem nachträglichen Schmerz. Der einfach Grund ist die Tatsache, dass man bei abwechselnden Getränken gewillt ist mehr zu trinken, als bei ständig dem gleichen Getränk. Diese Phänomen kann man besonders bei den leckeren bunten Cocktails in der Bar um die Ecke beobachten.

Vorbeugen

Generell kann man Kopfschmerzen nach dem Trinken von alkoholischen Getränken vorbeugen. Die effektivste Vorbeugung ist natürlich der komplette Verzicht auf Alkohol. Wer nicht soweit gehen möchte, der kann auch nur auf bestimmte Getränke verzichten. So gibt es durchaus Betroffene, die nur auf bestimmte alkoholische Getränke mit Kopfschmerzen reagieren. Bei Bier liegt das unter anderem daran, wie viel Fuselöl es enthält. Und das ist nach einer Studie der Fachhochschule Münster je nach Biersorte unterschiedlich. So hat beispielsweise Weizenbier, wie alle obergärige Biere, generell mehr Fusel als die meisten Pils-Biere. Generell lohnt es sich aufzupassen und ggf. zu dokumentieren wann man Kopfschmerzen bekommen und was man am Abend zuvor getrunken hat. Nach und nach kann man dann das Getränk ermitteln, das für das Kopfweh verantwortlich ist. Entweder man verzichtet dann komplett nur auf das Getränk oder schränkt den Konsum stark ein.

Um generell einen Kater zu vermeiden raten Ernährungsexperten inzwischen zu einem fett- oder kalorienreichen Essen kurz vor der Party. In Frage kommen beispielsweise sämtliche Nudelgerichte, Thunfisch in Öl oder auch Eierspeisen. Damit erfolgt die Aufnahme des Alkohols aber lediglich langsamer, wer dennoch viel Alkohol trinkt, muss am nächsten Morgen auch mit Kopfschmerzen rechnen.

Wie oben bei den Ursachen schon erwähnt, ist die Dehydrierung einer der Probleme die zu Kopfschmerzen durch Alkohol führen. Um diese entgegenzuwirken muss man also seinem Körper ständig Wasser zuführen. Als Faustregel gilt dabei: Auf je ein alkoholisches Getränk folgt ein Glas Mineralwasser. Um den Mineralstoffspeicher wieder aufzufüllen sollte man sich währenddessen mit Snacks wie Nüssen oder Käsehappen versorgen.

Mittel gegen Kopfschmerzen durch Alkohol

Nun kann man einen Kater und die damit verbundenen Kopfschmerzen nicht immer verhindern. Grundsätzlich sind die oben genannten vorbeugenden Maßnahmen aber sehr hilfreich. Sollte es dennoch zu Kopfschmerzen nach einer alkoholreichen Nacht kommen, dann gilt es als erstes seinen Wasserhaushalt wieder aufzufrischen. Gleich nach dem Aufstehen, am besten auch vor dem ins Bett gehen, sollte so viel Mineralwasser wie möglich getrunken werden. Eine weitere Maßnahme ist ausreichender Schlaf. Wer viel trinkt und spät ins Bett geht, aber früh wieder aufsteht, der ist besonders anfällig. Ebenfalls wirksam ist der berühmte saure Hering, vor dem aber immer noch viele zurückschrecken. Wer kein Fisch am Morgen verträgt, der sollte aber zumindestens an die frische Luft. Der Sauerstofkick wirkt belebend und regt den Kreislauf an.


Homöopathisches Mittel

Auch die Homöopathie kann bei Kater Kopfschmerzen helfen. Hier soll das homöopathische Mittel Nux vomica in der Potenz D6 oder D12 die Schmerzen im Kopf bekämpfen.

Schmerzmittel

Ein beliebter Tipp, den viele Suchende im Internet finden, ist die obligatorische Aspirin-Tablette, die am besten noch vor dem Schlafen eingeworfen werden sollte. Doch Aspirin (Acetylsalicylsäure) wirkt blutverdünnend. Dies stellt ein Risiko bei eventueller Blutungen (gerade im Rausch) dar. Weiter gilt Paracetamol als vergleichsweise lebertoxisch, während Ibuprofen als relativ unkritisch angesehen wird.1

Migräne und Alkohol

Alkohol zählt zu den zuverlässigsten Auslöser von Migräne. Zahlreiche Migräne-Patienten konnten das Phänomen bestätigen, dass nach dem Konsum von Alkohol die Migräne auftrat. Je nach Betroffenen hängt der Auftritt der Migräne von dem konsumierten Getränk ab. Welches Getränk der Trigger für die Migräne ist, oder ob allgemein Alkohol als Auslöser reicht, variiert von Betroffenen zu Betroffenen. Oft spielt (zusätzlich) auch der Zeitpunkt an dem der Alkohol zu sich genommen wird eine Rolle. So kann ein Sekt am Abend keine Migräne auslösen, aber am Nachmittag schon. Um solche Regelmäßigkeiten erkennen zu können, lohnt sich das Führen eines Kopfschmerztagebuchs.



Der Artikel wurde am 31. Dezember 2009 erstellt. Zuletzt aktualisiert am 02.03.2014. Bitte beachten Sie, dass die aufgeführte Informationen keinen Gang zum Arzt ersetzen!
Quellen:
  • de.wikipedia.org
  • 1Deutsche Apothekerzeitung 148 Jg., 10. April 2008, Nr. 15.

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